Tips zu Windows 95/98

Dieser Artikel bezieht sich auf eine veraltete Technologie.

Kurzfassung

Dieses Dokument enthält einige Tips, mit denen man das Verhalten und Aussehen von Windows-Systemen beeinflussen kann.

Die Schaltfläche „Start“ beschleunigen

Der Klick auf die Schaltfläche „Start“, den wichtigsten Bestandteil von Windows, ist manchen Benutzern zu zeitaufwendig. Man kann Windows so einstellen, daß die Zeit zwischen Klick und Menüaufbau gegen null geht. Die Zeitintervallverkürzung gilt auch für die Untermenüs in „Programme“ und den Menüs der rechten Maustaste:

Den Papierkorb umbenennen

Der Papierkorb ist das einzige Objekt auf dem Desktop, das nicht umbenannt werden kann. Trotzdem ist es möglich, seine Beschriftung zu verändern:

ButtonLight für räumliche Elemente definieren

Seit Windows 95 können für Teile räumlicher Elemente verschiedene Schattierungsfarben definiert werden. Mit dem Einstellungsdialog können jedoch die Farben für den hellen und den dunklen Schatten nicht eingestellt werden. Windows berechnet sich aus dem für die Schaltflächenoberfläche eingestellten Farbwert selbst die Farbe für den dunklen Schatten und die ganz hell beleuchtete Seite. Besonders bei dunklen Farben führt dies zu unschönen Einstellungen. Außerdem setzt Windows die Werte für ButtonLight und ButtonShadow nicht richtig bzw. überhaupt nicht, sodaß der gewünschte räumliche Effekt ausbleibt.

In der untenstehenden Abbildung werden die Bezeichnungen der einzelnen Farbelemente angegeben. (1) zeigt einen Button, bei dem der räumliche Effekt richtig angezeigt wird, bei (2) hingegen wird für die Farbe für ButtonLight die gleiche Farbe wie für ButtonHilight verwendet:

Farbelemente einer Schaltfläche

Farbelemente einer Schaltfläche.

Will man nun sein eigenes professionelles Farbschema erstellen, so führt neben dem Umweg über einige Werkzeuge kein Weg über die Systemregistrierung. Normalerweise sind in der Systemregistrierung im Schlüssel HKEY_CURRENT_USER\Control Panel\Colors die Werte für die Farbeinstellungen gespeichert. Bevor diese Werte geändert werden, sollte unbedingt eine Sicherungskopie des Schlüssels angefertigt und das „Eigenschaften von Anzeige“-Dialogfeld geschlossen werden. Alle in diesem Schlüssel enthaltenen Werte stellen Farbangaben für diverse grafische Elemente der Benutzeroberfläche von Windows dar.

Die Werte sind vom Typ REG_SZ, speichern also Zeichenfolgen. Diese Werte können verändert und durch eigene Angaben im Format „r g b“ ersetzt werden. Jeder der Einzelwerte muß ein Wert zwischen 0 und 255 sein, führende Nullen können weggelassen werden.

Wenn sie nun z. B. die Standardwerte für ButtonFace und ButtonLight ansehen, sind hier die gleichen Farbwerte eingetragen. Normalerweise erwartet man sich aber unter ButtonLight einen helleren Farbwert als bei ButtonFace, daher könnte ggf. diese Farbe aufgehellt werden, indem zu jeder der einzelnen Farbkomponenten ein bestimmter Wert addiert wird. Abschließend RegEdit beenden und das System neu starten.

Die Windows-Benutzerinformationen ändern

Wenn man auf die Eigenschaften des Systems klickt (rechte Maustaste auf „Arbeitsplatz“ → „Eigenschaften“ oder „Start“ → „Einstellungen“ → „Systemsteuerung“ → „System“), erscheinen die Benutzerinformationen von Windows. Diese können nachträglich über RegEdit geändert werden:

Das Symbol und das Wort der Schaltfläche „Start“ ändern

Der wichtigste Bestandteil von Windows ist die Schaltfläche „Start“. Sie besteht aus einem kleinen Symbol und dem Wort „Start“. Um diese zu verändern, legen Sie sich zuerst Sicherungskopien der Dateien user.exe im System-Ordner und der explorer.exe aus dem Windows-Ordner an. Für die Veränderung von Icon und Text benötigen Sie einen Icon-Editor und einen Hex-Editor.

Die „Start“-Schaltfläche

Die „Start“-Schaltfläche.

Das Wort „Start“ ändern

Das Symbol ändern

Das Zoomen bei Minimieren/Maximieren von Fenstern abschalten

Beim Minimieren von Fenstern erkennt man, wie das Fenster in die Taskleiste „zoomt“, ebenso beim Maximieren. Dieser Effekt kann abgeschaltet werden:

Laufwerken ein eigenes Symbol zuordnen

Mit folgender Anweisung kann jedem Laufwerk (außer Netzlaufwerken) ein eigenes Symbol anstelle des Standard-Festplattensymbols zugewiesen werden:

Windows-Start- und -Ende-Bild ändern

Jedesmal wenn Windows startet, wird während des Ladevorganges ein Bild mit dem Windows-Logo angezeigt. Dieses Bild kann auch verändert werden.

Unter Windows 98 ist dieses Bild in der Datei io.sys einkompiliert, Windows sucht aber bei jedem Start nach der Datei logo.sys im Quellverzeichnis des Laufwerks, auf dem das System installiert ist. Erstellen Sie eine Bitmap mit gleicher Größe und speichern Sie diese als logo.sys. Windows verwendet dann dieses Bild anstelle des Bildes in der io.sys.

Unter Windows 95 suchen Sie die Datei logo.sys und modifizieren diese wie beschrieben.

Beim Beenden von Windows wird das Bild „Der Computer wird heruntergefahren“ bzw. „Sie können den Computer jetzt ausschalten“ angezeigt. Computer mit neueren Motherboards besitzen die Funktion, sich selbst auszuschalten, daher könnten Sie z. B. das Bild „Sie können den Computer jetzt ausschalten“ durch ein anderes Bild ersetzen. Bearbeiten Sie dazu die Dateien logos.sys und logow.sys mit einem Bildbearbeitungsprogramm.

Keine langen Dateinamen verwenden

Eine der Neuerungen des Übergangs von Windows 3.x auf Windows 95 betrifft Dateinamen, die statt 8 nun 255 Zeichen umfassen können. Jedoch werden lange Dateinamen unter DOS abgekürzt, z. B. Programmierbericht.txt als PROGRA~1.TXT. Beim Kopieren unter DOS gehen die Informationen der vollständigen Namen verloren. Sie können Windows so einstellen, daß es für Dateinamen nur das 8.3-Format akzeptiert:

Keine Tilde bei MS-DOS Namen verwenden

Unter Windows werden Datei- und Verzeichnisnamen wie oben beschrieben abgekürzt. So wird zum Beispiel aus Programmierbericht.txt die 8.3-Datei PROGRA~1.TXT. Eine Datei mit dem Namen Programmiererliste.txt wird danach zu PROGRA~2.TXT (je nachdem, welche Datei zuerst da war.) Damit kann Windows die einzelnen Dateien unterscheiden. Da Ihnen aber nun zur Beschreibung praktisch nur noch 6 Stellen bleiben, können Sie Windows dazu bringen, „~“ erst zu benutzen, wenn es nötig wird. So würde aus der ersten Datei PROGRAMM.TXT und erst aus der zweiten PROGRA~1.TXT:

Die Erweiterung „Verknüpfung mit“ entfernen

Jedesmal, wenn Sie eine Verknüpfung erstellen, weist ihr Windows den Namen Verknüpfung mit datei.xyz.lnk zu. Das Voranstellen des Präfixes „Verknüpfung mit“ können Sie jedoch unterbinden:

Keine Pfeile bei Verknüpfungen

Zusätzlich zum Prefix „Verknüpfung mit“ gibt Windows den Verknüpfungen noch zusätzlich zum Symbol einen kleinen Pfeil in der linken unteren Ecke. Diese Kennzeichnung für Verknüpfungen kann entfernt werden:

Systemsteuerung in das Startmenü aufnehmen

Wenn man ein Objekt aus der Systemsteuerung aufrufen will, muß man den Weg „Start“ → „Einstellungen“ → „Systemsteuerung“ gehen, worauf ein Fenster mit allen Objekten erscheint und man auswählen kann. Viel einfacher ist, die Systemsteuerung zusätzlich zum „Programme“-Ordner direkt im Startmenü abzulegen. Im Startmenü befindet sich dann ein Ordner „Systemsteuerung“, dessen Untermenü alle Systemsteuerungsobjekte enthält:

Auch andere Objekte können im Startmenü abgelegt werden, z. B. der Druckerordner, der sonst schwer erreichbar ist (teilweise nur Windows 98):

Sie können auch einzelne Funktionen aus dem Systemsteuerungsordner aufrufen, indem Sie eine Verknüpfung mit der jeweiligen CPL-Datei erstellen.

Vorschausymbole bei Bitmaps im Explorer wie bei Symboldateien

Im Explorer werden Dateien mit der Endung .ico, .cur und .ani mit Symbolen dargestellt, die den Dateiinhalt wiedergeben. Windows kann so eingestellt werden, daß es auch Bitmaps (.bmp, .dib) mit Vorschausymbolen versieht:

Einträge im Hinzufügen/Entfernen-Menü entfernen

Viele Windows-Programme hinterlassen einen Eintrag in der Systemsteuerung unter „Software“, um sie mit einem Klick entfernen zu können. Ändert sich jedoch etwas an der Verzeichnisstruktur oder auch nur ein Dateiname, so kann Windows weder das Programm deinstallieren, noch diese Einträge entfernen. Nach manueller Deinstallation des Programms können die verbliebenen Einträge wie folgt entfernt werden:

Objekte im Menü „Neu“ entfernen

Ordner automatisch aktualisieren

Nicht immer, wenn Sie eine Datei kopieren/verschieben/löschen, zeigt Windows den Ordner gleich aktualisiert an. Dies können Sie mit der Taste F5 erreichen. Sie können Windows aber auch so konfigurieren, daß es Ordner automatisch aktualisiert:

Windows über eine Verknüpfung beenden

Wenn Sie Windows schnell beenden wollen, und nicht erst auf den „Start“-Button und dann auf „Beenden...“ → „Herunterfahren“ klicken wollen, erstellen Sie in einem Verzeichnis Ihrer Wahl (oder am Desktop) eine Verknüpfung zu rundll32.exe im Windows-Verzeichnis. Bearbeiten Sie die Verknüpfung und geben Sie unter Ziel statt „rundll32.exe“ „rundll32.exe user,ExitWindows“ (ohne Anführungszeichen, mit Leerzeichen zwischen „exe“ und „user“) ein. Wenn Sie die Verknüpfung doppelklicken, wird der Computer ordnungsgemäß heruntergefahren.

Dateien und Ordner „unlöschbar“ machen